Weinzirkel am Dreikönigstag 2026 in Bechenheim

Vor über 100 Teilnehmern eröffnete der Brudermeister Prof. Dr. Axel Poweleit das Bruderschaftsjahr 2026 mit dem Dreikönigszirkel, der in diesem Jahr in Bechenheim stattfand.

Aufgrund des straffen Zeitplans des Abends stellte er mit der Besinnung auf Rheinhessen mit seinen Menschen, seinen Bräuchen, seiner Weinkultur und seinen Weinen das Motto für das Jahr 2026 kurz vor: „Rheinhessen: Kultur und Weine“, mit dem Untertitel: „Tradition – Authentizität – Innovation“. Es zeigt, wer wir sind und was wir haben. „Mer strunze net, mer hunn.

Im Weiteren bedankte er sich insbesondere bei allen Bruderräten und Mitwirkenden für ihren Einsatz im letzten Jahr. Er hob besonders das nochmals gestiegene Niveau bei den Weinproben durch die Handschrift der Kellermeisterin Andrea Horst hervor. Die wiedergewonnene  Struktur mit über das Jahr verteilten Themenweinproben,  Gebiets-, Orts- oder Betriebsweinproben und natürlich auch  Strunzweinproben sowie die Qualität der präsentierten Weine haben dazu beigetragen.

In Anwesenheit der Weinprinzessin Jul Kleber und des Präsidenten der Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften und Ordensmeister der Weinbruderschaft der Pfalz, Oliver Stiess, referierte die Abgeordnete im Europaparlament, Frau Christine Schneider,  zum Thema „Weinbau am Scheideweg? – Wie die EU zur Erhaltung unserer Weinkultur beiträgt“.

Die angespannte Lage in der Weinwirtschaft betrifft auch die Weinkultur, da diese ohne eine prosperierende Branche nicht existieren kann. Frau Schneider schilderte Initiativen der EU zur Weinmarktproblematik , forderte aber auch die Betroffenen zur Eigeninitiative auf. Dem Vortrag schloss sich eine interessante Diskussionsrunde an.

Nach einer kräftigen Vesper und der Vorstellung der Ortsgemeinde Bechenheim durch die Ortsbürgermeisterin Ute Stein, moderierten der ehemalige technische Leiter und Stellvertreter des Weingutsdirektors am Staatsweingut Meersburg, Herrn Otto Kopp,  und die Weinmajestät Jil Kleber gemeinsam mit unserer Kellermeisterin Andrea Horst die Weinprobe zum Thema: „Müller-Thurgau – die unterschätzte Rebsorte?

Kurzweilig, punktgenau und mit jedem Satz treffend beschrieb er die heutige Bedeutung der Rebsorte ebenso, wie die Geschichte und Geschichten rund um den Müller-Thurgau. Dies wurde von Weinen im aussagekräftigen Probenvergleich  begleitet.

Der Dreikönigszirkel war ein dynamischer Start in das neue Bruderschaftsjahr und zeigte, was die Weinbruderschaft ausmacht: ein ehrlicher, wertschätzender und  weinkultureller Austausch auf Augenhöhe. Zu dem Wesen und den Werten der Gemeinschaft gehören: Tradition trifft auf Innovation, Vielfalt wird bewusst gestaltet, und Verantwortung für eine lebendige Weinkultur wird generationenübergreifend getragen. Und aus unseren Regularien zitiert: „Unwissende in die Kunst des Weingenießens einzuführen. Und für einen maßvollen Weingenuss eintreten.“

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